Egal ob beim Kleidungsstil, bei der Wohnungseinrichtung, beim Auto oder beim Hobby – der Begriff Vintage hat sich schon seit vielen Jahren in allen denkbaren Lebensbereichen etabliert. Doch was ist das überhaupt? Woher stammt dieser Begriff und was zeichnet die Vintagebewegung aus? Ab wann gehört ein Produkt zum Vintagebereich? Im Folgenden Artikel erfährst Du, was es mit Vintage auf sich hat.

Vintage – Altes ist wieder angesagt

Im Wesentlichen beschreibt der Begriff Vintage die Benutzung von alten Gegenständen. Dinge, die eigentlich längst aus der Mode gekommen sind, werden so zu neuem Leben erweckt. Nicht selten geschieht es, dass sie dadurch wieder eine breitere Sichtbarkeit und Akzeptanz erzielen und sozusagen wieder in Mode kommen. Manche Vintageartikel sind auch einfach zeitlos.
Die Beweggründe, einen Vintagestil zu pflegen, können sehr vielfältige sein. Zum einen besitzt Vintage natürlich einen hohen Nostalgiefaktor. Gebrauchsgegenstände aus früheren Zeiten zu benutzen, das stellt immer auch einen Bezug zu der jeweiligen Epoche dar. Durch Vintage kannst Du Erinnerungen an frühere Lebensabschnitte oder idealisierte Zeiten in der Vergangenheit pflegen. Doch auch wenn es dabei um Zeiträume geht, die Du gar nicht selbst erlebt hast, kannst Du dadurch einen Bezug zur Vergangenheit herstellen. Außerdem kannst Du durch Vintagegegenstände frühere Epochen zelebrieren, die noch heute als „Kult“ wahrgenommen werden, wie zum Beispiel die 1980er.
Darüber hinaus spielt auch der Aspekt der Nachhaltigkeit eine Rolle. Alte Sachen sind oftmals viel zu schade, um weggeworfen zu werden oder irgendwo im Schrank zu verstauben. Die Herstellung von neuen Bedarfsgegenständen ist immer auch mit dem Verbrauch von Ressourcen und oft auch mit einer Belastung der Umwelt verbunden. Egal ob bei der Herstellung von Kleidung, Möbeln, Elektrogeräten oder Autos – in der Regel wird hierbei viel Wasser verbraucht, viel Energie aufgewendet, es entstehen teilweise umweltschädliche Abfälle und zuletzt müssen die Waren auch transportiert werden, was wiederum Ressourcen benötigt. Bei der Verwendung von bereits vorhandenen Gegenständen spielt dies dagegen keine Rolle – denn sie sind ja bereits da. Damit ist die Vintagebewegung auch eine Gegenansage gegen die Konsum- und Wegwerfgesellschaft.
Schließlich spielt für viele Vintageliebhaber auch die Qualität eine Rolle. Sie argumentieren, dass bestimmte Waren aus der Vergangenheit eine andere oder bessere Qualitätsanmutung haben als moderne Artikel oder dass sie länger und zuverlässiger funktionieren. Ob dies zutrifft, kann natürlich pauschal nicht gesagt werden. Nicht alles war in der Vergangenheit besser, wie manche Nostalgiker meinen, aber in bestimmten Branchen wird heute tatsächlich an der Qualität gespart. Vintageliebhaber schwärmen daher oft von der Wertigkeit alter Kleidung, Kameras, Autos oder Armbanduhren.
Nicht zuletzt können auch die Kosten einen Grund darstellen, Vintage-Produkte zu benutzen, da gebrauchte Waren meist günstiger sind, als etwas Neues zu kaufen. Allerdings handelt es sich hier um einen relativen Faktor. Vor allem begehrte Vintageartikel sind heute oft genauso teuer oder sogar teurer als Neuwaren.

Woher stammt der Begriff Vintage?

Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Weinbau. Er bezeichnet dort Weine, die bereits ein gewisses Alter erreicht haben, also nicht aus dem aktuellen oder dem unmittelbar letzten Jahrgang stammen. Damit ist er auch ein Prädikat für Weine, die bereits eine gewisse Reife und einen gewissen Wert erlangt haben. Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff im Englischen auch einfach nur die zeitliche Herkunft einer Sache. Die deutsche Entsprechung wäre der Jahrgang.
Etwa seit der Jahrtausendwende hat der Vintagebegriff sich zu einer Bezeichnung für Gebrauchsgegenstände eingebürgert, die nicht mehr der aktuellen Mode oder dem gegenwärtigen Stand der Technik entsprechen.
Wesentlichen Auftrieb erhielt die Vintagebewegung dadurch, dass Julia Roberts bei der Oscar-Verleihung 2001 in einem knapp 20 Jahren alten Kleid auftrat. Während die Verwendung von alten, aus der Mode gekommenen Sachen früher als unüblich oder gar als Armutszeugnis aufgefasst wurde, hat sich die öffentliche Wahrnehmung von solchen Praktiken seitdem stark gewandelt. Die Verwendung alter Kleidung und Konsumartikel gilt mittlerweile als „in“ und „hip“ sowie als Ausdruck von Individualität und ökologischem Bewusstsein und wird nicht mehr, wie zu früheren Zeiten, belächelt.

Ab wann ist etwas Vintage?

Der Zeitraum, ab wann etwas als Vintagegegenstand gelten darf, ist unter Experten umstritten. Generell lässt sich aber feststellen, dass Gebrauchsgegenstände etwa nach 20 Jahren in den Vintagebereich zu rücken beginnen. Dies lässt sich jedenfalls bei den klassischen Vintageprodukten wie Kleidung, Autos und Konsumartikeln beobachten. 20 Jahre sind ein Alter, bei dem Produkte in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals nicht mehr als alltäglich wahrgenommen werden. Ein 20 Jahre altes Automodell ist zum Beispiel schon vergleichsweise selten und wird im Straßenverkehr nicht mehr so häufig gesehen – natürlich bezogen auf die weit verbreiteten Modelle von Herstellern wie Volkswagen, Opel oder Ford.
Auch Unterhaltungstechnik ist nach 20 Jahren meist überholt und längst im Zuge eines Modernisierungszyklus ersetzt.
Bei einem Alter von 30 bis 70 Jahren ist dann der Höhepunkt des Vintagecharakters erreicht. In diesem Alter sind Produkte definitiv im Vintagebereich einzuordnen. Gegenstände diesen Alters werden landläufig eindeutig als alt und einer anderen Zeit zugehörig wahrgenommen.
Alles, was noch älter ist, bewegt sich dagegen bereits im Bereich der Antiquitäten. Ein Möbel- oder Kleidungsstück aus dem 19. Jahrhundert würde wohl niemand mehr als Vintagegegenstand deklarieren. Es ist eindeutig eine klassische Antiquität.
Die Definition, was als Vintageobjekt, was als Antiquität und was als noch aktuell einzustufen ist, unterliegt natürlich auch dem Wandel der Zeit. Aus heutiger Perspektive kann man dagegen sagen, dass Gegenstände bis einschließlich zum Zweiten Weltkrieg eher Antiquitäten darstellen, während Objekte aus den Nachkriegsjahrzehnten bis etwa zur Jahrtausendwende als Vintagewaren anzusehen sind.



Kleidung

Ein gutes Beispiel für die Verwendung von Vintageartikeln ist Vintage Kleidung. Standard-Bekleidung nach der jeweiligen Mode besitzt ohnehin jeder. Mit Allerweltsbekleidung von der Stange kann man sich aber gegenüber der breiten Masse nicht abheben. Wenn Du dagegen stilecht mit Kleidung aus den 70er oder 80er Jahren unterwegs bist, wirst Du sofort alle Blicke auf Dich ziehen. Vintage-Kleidung ist ein Hingucker nicht nur im Alltag, sondern auch auf jeder Party. Es wird Dir damit sehr leicht fallen, mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen, da sicherlich jeder wissen will, warum Du solche Kleidung trägst. Auf Hochzeiten oder anderen feierlichen Anlässen kann außerdem ein Vintageanzug oder ein Vintagekleid jede Menge Eindruck machen.

Möbel

Bei der Inneneinrichtung sind Vintage Möbel und Vintage Deko mittlerweile sehr angesagt. In Zeiten, in denen Wohnungseinrichtungen meist aus den einschlägigen großen Möbelhäusern bezogen werden und alle irgendwie gleich aussehen, können Vintage Möbel und Dekoartikel Dir dabei helfen, einen individuellen Stil zu erschaffen und Dich auch hier von der Masse abzuheben. Wenn Du den Vintage Style perfekt umsetzen willst, dann kannst Du sogar Deine komplette Wohnung mit Vintageprodukten des gleichen Stils und der gleichen Epoche einrichten.
Typische Vintagemöbel sind zum Beispiel Schränke und Kommoden, Sofas und Sessel, Tischgruppen inklusive dazu passender Stühle, Betten und Nachtschränke, Küchenmöbel sowie Decken-, Wand- und Stehlampen.
Hochkonjunktur bei Vintageeinrichtungen haben im Moment Möbel aus den 1950er, 1960er und 1970er Jahren. Dabei unterscheiden sich diese Epochen, obwohl sie nahe beieinander liegen, doch recht erheblich im Stil. Möbel aus den 1950er Jahren zeichnen sich oftmals noch durch einen klassischen Stil aus. Sie können auch noch gut mit anderen Epochen kombiniert werden, da sie zeitlos wirken.
Möbel aus den 1960er und 1970er Jahren folgen dagegen einem damals als modern empfundenen Stil, der heute jedoch vornehmlich mit diesen Jahrzehnten assoziiert wird. Sie stellen im Vergleich zum klassischen Design einen Stilbruch dar. Vintagemöbel aus dieser Zeit können entweder ganz gezielt als Blickfang eingesetzt werden oder zu einem stilechten Ensemble kombiniert werden, das den Aufenthalt in der eigenen Wohnung zu einer Zeitreise werden lässt.
Möbel aus den 80er und 90er Jahren sind dagegen nicht sonderlich gesucht. Auch sie haben ihren speziellen Look, der allerdings im Moment nur wenige Vintageliebhaber anzieht. Dies mag auch daran liegen, dass diese Epoche noch nicht so weit zurückliegt und Möbel dieser Art in vielen Haushalten noch verbreitet sind. Hier wird sich zeigen, ob mit zunehmender zeitlicher Distanz auch diese Stile auf dem Vintagemarkt gefragt sein werden.

Technik

Neben der Mode ist es insbesondere der Bereich Technik, in dem Vintage-Artikel immer beliebter werden. Ganz oben auf der Rangliste stehen dabei Kameras, Platten- und Kassettenspieler, Radios, Uhren, Handys und Computer.
Bei den Kameras sind es vor allem klassische mechanische Filmkameras, die sich beim Vintage Style großer Beliebtheit erfreuen. Mit ihrem typischen Design, auffälligen Chrom-Elementen und ihrer schwarzen Belederung besitzen sie einen sehr wertigen Look. Vintage-Enthusiasten erfreuen sich an der mechanischen Qualität und den Bildergebnissen. Das Fotografieren mit solchen Kameras ist im Vergleich zu aktueller Technik eine wohltuende Entschleunigung, die für viele Nutzer die Faszination dieser Apparate ausmacht. Zudem haben Fotoaufnahmen auf Film eine andere Anmutung im Vergleich zur heutigen Digitaltechnik. Die Farbwiedergabe und das Filmkorn ergeben einen einmaligen nostalgischen Look. Stilecht werden die Bilder dann auch mit einem Diaprojektor oder als klassisches Schwarz-Weiss-Foto präsentiert. Preislich ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Von der erschwinglichen Einsteiger-Kamera bis zum teuren einstigen Profi-Modell, das auch heute noch seinen stolzen Preis hat, reicht die Auswahl. Filme gibt es nach wie vor in vielen verschiedenen Formaten zu kaufen. Eingefleischte Vintagefans benutzen auch abgelaufenen Film aus früheren Jahrzehnten – die Ergebnisse sind dann allerdings durchwachsen.

Neben Kameras sind Radios, Platten- und Kassettenspieler im Vintage-Bereich schon seit Ewigkeiten angesagt. Sicherlich, die Bedienung ist im Vergleich zu MP3 und Streaming-Diensten ziemlich umständlich. Insbesondere bei Schallplatten weisen Musikkenner aber regelmäßig darauf hin, dass diese authentischer klingen würden als digital aufgezeichnete Musik. Ob dies wirklich stimmt, daran scheiden sich die Geister. Bei heute aufgezeichneten Schallplatten ist es oft so, dass diese im Studio digital aufgezeichnet und dann konvertiert wurden. Dies gilt auch bei Neuveröffentlichungen alter Alben. Wen Du wirklich Wert auf einen authentische Qualität legst und Dir Elvis, die Beatles oder die Rolling Stones so anhören willst, wie sie in der Vergangenheit klangen, dann solltest Du also alte und originale Schallplatten gebraucht kaufen.
Eine gewisse Renaissance erlebte zuletzt auch die Musik-Kassette. Sicherlich, es handelt sich dabei um ein besonders anfälliges Medium. Das Tonband kann sich verwickeln, abnutzen oder reissen. Meist ist die Klangqualität bei alten und viel genutzten Kassetten nicht besonders. Dennoch können sie, vor allem bei stilechter Nutzung in einem Walkman, das Retro-Feeling in Deinem Alltag perfektionieren oder bei Partys den Spaßfaktor erhöhen.
Still und heimlich sind zwischenzeitlich aber sogar CDs in den Vintage-Bereich aufgerückt. Während sie vor 20 Jahren den modernen Standard beim Musikkonsum dargestellt hatten, ist der Verkauf von CDs seit dem Erscheinen von Streaming-Angeboten im Internet immer mehr zurückgegangen. Vormals teure Musik-Alben lassen sich heute daher kistenweise zu günstigen Preisen gebraucht erwerben.

Uhren und Armbanduhren sind aus dem Vintage-Bereich nicht wegzudenken. Sie gehören seit den Anfängen der Vintage-Bewegung dazu und haben diesen Stil wesentlich mitbegründet.
Bei Vintageliebhabern besonders begehrt sind einerseits klassische mechanische Armbanduhren, Wanduhren und Wecker. Wichtig ist hierbei natürlich, dass die Uhr stilistisch zur restlichen Vintagausstattung der Wohnung oder zum Kleidungsstil passt. Vor allem bei Armbanduhren liefern historische Modelle eine abwechslungsreiche Alternative zu heutigen Modellen. Kenner attestieren ihnen mehr „Charme“ und Charakter“.
Daneben sind allerdings auch digitale Uhren der ersten Generation bei Vintagefans beliebte Sammlerstücke. Ein Klassiker ist zum Beispiel die Mitte der 1970er Jahre erstmals von Casio vorgestellte Armbanduhr, die damals ein Trendsetter war und heute zu einer echten Ikone geworden ist. Auch digitale Wecker haben im Vintagebereich Hochkonjunktur. Hierzu gehören insbesondere Modelle aus den 80er Jahren, in schwarz und mit der typischen rotleuchtenden Anzeige.

Vintagehandys sind die ideale Alternative für alle, denen das Smartphone zu langweilig geworden ist. Klassische Tastenhandys, zum Beispiel von Nokia, sind inzwischen ebenfalls rund 20 Jahre alt und weitgehend aus dem Alltag verschwunden. Auch das Klapphandy der 2000er Jahre kann bei der Schnellebigkeit dieser Techniksparte heute schon zum Vintagebereich gezählt werden. Solche Handys haben zwar längst nicht den Funktionsumfang eines Smartphones, aber dennoch einige Vorzüge. Die Akkus halten meist tagelang und bis zu einer Woche. Die Reduktion auf die wesentliche Funktion eines Mobiltelefons, nämlich das Telefonieren, wird von vielen Nutzern als befreiend empfunden. Hinzu kommt ein kultiger Klassiker, das Schreiben von SMS.
Darüber hinaus rücken auch die ersten Smartphones langsam in den Vintagebereich vor. Für gut erhaltene Exemplare des 2007 vorgestellten iPhone, des ersten massentauglichen Smartphone überhaupt, werden heute schon beachtliche Summen gezahlt.

Autos

Auch Fahrzeuge können Vintageobjekte darstellen. Tatsächlich hat in den letzten Jahren der Trend, sich ein älteres Fahrzeug als Zweitwagen oder sogar als Alltagsauto zuzulegen, stark zugenommen. Dies liegt daran, dass sich die heutige Generation des kulturellen Wertes von Fahrzeugen ehemaliger Epochen stärker bewusst ist als frühere Generationen, denen Autos nur als Gebrauchsgegenstände galten. Es liegt allerdings auch daran, dass besonders die seit den 80er Jahren gebauten Fabrikate in ihrer Lebensdauer und ihren Langzeitqualitäten deutlich zugenommen haben.
Im Allgemeinen kann ein Auto ab einem Alter von rund 20 Jahren als Vintagefahrzeug eingestuft werden. Im Fachjargon von Autoliebhabern spricht man ab diesem Alter von einem sogenannten Youngtimer. Dies sind Autos, die zwar nicht mehr zum alltäglichen Straßenbild gehören, aber noch nicht das Alter eines Oldtimers erreicht haben. Nach dem Verkehrsrecht kann ein Auto ab einem Alter von 30 Jahren als Letzterer gelten.
Bei Vintageliebhabern angesagt sind im Moment Autos aus den 70er bis 90er Jahren, insbesondere der Marken Mercedes, BMW, Audi und Volkswagen. Aber auch ein gut gepflegter Opel oder Ford aus dieser Epoche stellt als Vintageauto einen Blickfang dar. Ungewöhnlich und etwas exzentrisch sind auch japanische Fabrikate. Natürlich sind vor allem amerikanische Autos hierzulande eine besonders aufsehenerregende Erscheinung.

Spielzeug

Vintagespielzeug erfreut sich ebenfalls steigender Beliebtheit. In Zeiten, in denen Spielsachen immer mehr zur beliebigen Einheitsware werden, hat altes Kinderspielzeug Hochkonjunktur. Die Gründe, warum Du für Deine Kinder Vintagespielsachen kaufen kannst, sind ganz verschiedene.
Viele Eltern erfreuen sich heute daran, wenn sie ihren Kinder mit den gleichen Spielsachen spielen lassen können, die sie selbst in ihrer Kindheit verwendet haben. Leider haben aber nur die wenigsten Eltern das eigene Spielzeug von damals aufgehoben. Zum Glück gibt es daher eine große Auswahl an Vintagespielzeug, und mit ein wenig Ausdauer beim Suchen findet sich sogar exakt der Spielzeugartikel, an den man sich selbst noch aus der Kindheit erinnert.
Weiterhin hat das Spielzeug aus früheren Zeiten noch einen anderen Charme. Egal ob Baukasten, Puppen oder Spielzeugroboter, die Spielsachen von heute sind meist aus Plastik und oftmals auch von durchschnittlicher Qualität. Ein altes Puppenhaus aus der Zeit vor 50 Jahren hat zum Beispiel noch eine ganz andere Anmutung als ein entsprechendes Produkt von heute.
Nicht zuletzt ist auch bei Spielsachen der Aspekt der Nachhaltigkeit relevant. Kinder kommen aus dem Alter, in dem sie mit bestimmten Spielzeugen spielen, sehr schnell heraus. Anschließend verschwinden die Spielsachen dann im Schrank, im Keller oder auf dem Dachboden. Dies ist vor allem bei hochwertigem und liebevoll gefertigten Spielzeug sehr schade. Darum ist es gut, Vintagespielzeug einer erneuten Verwendung zuzuführen.

Schmuck und Accessoires

Schmuck und Accessoires sind immer schon begehrte Vintageartikel gewesen. Schmuck ist normalerweise sehr langlebig. Während Kleidung, die aus der Mode gekommen ist, von vielen Leute einfach weggeworfen wird, ist dies bei Schmuck kaum der Fall. Dieser wird in der Regel aufgehoben, auch wenn er nicht mehr getragen wird. Dies liegt natürlich auch daran, dass Schmuck meist sehr wertvoll ist.
Darüber hinaus sind Schmuck und Accessoires meist relativ zeitlos. Eine Kette, ein Ring, ein Armband, Ohrringe oder eine Brosche können oft mit verschiedenen Kleidungsstücken egal welcher Epoche kombiniert werden. Daneben gibt es aber auch Schmuck, der schon auf den ersten Blick einer ganz bestimmten Zeit zugeordnet werden kann. Dieser ist unter Vintageliebhabern oft besonders gesucht, da er dabei helfen kann, ein entsprechendes Outfit zu perfektionieren. Der Anzug aus den 60er Jahren ist eben nur komplett mit entsprechenden Manschettenknöpfen und die Haarspange aus den 80ern braucht man zwingenderweise für das zugehörige Kleid.

Sind Vintagewaren immer gebraucht?

Bei Vintageartikeln handelt es sich üblicherweise um Gebrauchtware. Das bedeutet, dass die Artikel gewisse Spuren des vorherigen Gebrauchs aufweisen. Dies ist normal und in den meisten Fälle nicht zu umgehen. Echte Vintagekenner legen sogar Wert darauf, dass in einem gewissen Rahmen leichte Gebrauchsspuren vorhanden sind. Diese Patina macht in ihren Augen das Vintageobjekt besonders authentisch, da es bereits eine sichtbare Geschichte hinter sich hat. Da bei der Vintagebewegung der Gedanke zentral ist, eben nicht neu, sondern gebraucht zu kaufen, werden Gebrauchsspuren als legitim, ja sogar als gewollt betrachtet.
Gebrauchsspuren dürfen allerdings nicht soweit gehen, dass die Produkte abgetragen wirken oder nicht mehr einwandfrei funktionsfähig sind. Für den echten Vintageliebhaber gilt die Devise: Nicht neuwertig, aber eindeutig pfleglich behandelt.
Da das Angebot an Vintagewaren in entsprechender Qualität naturgemäß nicht größer werden kann, haben sich manche Hersteller auch darauf spezialisiert, Vintageobjekte in scheinbar gebrauchtem Zustand oder im Stil früherer Epochen neu herzustellen. Vor allem bei Möbeln und Bekleidung ist dies ein großer Trend.
Ein bekannter Hersteller in diesem Bereich ist der französische Modehersteller American Vintage. Dieser wurde 2005 von Michaël Azoulay in Marseille gegründet. American Vintage ist dafür bekannt, hochwertige Kleidung vor allem im Stil der 1960er bis 1980er Jahre zu fertigen, welche jener aus der entsprechenden Zeit täuschend ähnlich sieht und dabei natürlich vollkommen neuwertig ist.
Andere Bekleidungshersteller versuchen dagegen, ihren Kollektionen durch bewusst eingeplante Löcher im Stoff, ausgewaschene Stellen und Laufmaschen die Anmutung einer gebrauchten Waren zu geben.
Auch bei der Inneneinrichtung sind Möbel nach Vintageart ein wachsender Trend. Hierbei wird der Vintage Style oftmals dadurch erreicht, dass gezielt gebrauchte Werkstoffe, zum Beispiel Treibholz, verwendet und neu aufbereitet werden. Entsprechende Möbelstücke wirken daher alt oder antik, obwohl sie vorher nie in Benutzung waren.

Wo kannst Du Vintageartikel finden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du Vintageprodukte erwerben kannst. Eine gängige Option sind Flohmärkte und Gebrauchtwarenläden. Hier ist allerdings viel Geduld gefragt. Wenn Du einfach irgendein Vintageobjekt suchst, dann bist Du dort natürlich gut aufgehoben. Suchst Du allerdings gezielt ein bestimmtes Möbel- oder Kleidungsstück aus einer speziellen Epoche, dann kann es sehr lange dauern, bis Du fündig wirst.
Eine schnellere und einfachere Möglichkeit sind Gebrauchtwarenbörsen im Internet. Neben den einschlägigen Online-Auktionshäusern und Kleinanzeigenbörsen gibt es im Internet aber auch zahlreiche Händler, die Vintageartikel zum Verkauf anbieten. Hier ist der Preis zwar höher als beim Privatkauf, aber dafür hast Du eine Gebrauchtwarengewährleistung sowie ein Rückgaberecht und Du kannst relativ sicher sein, dass es sich um einen geprüften Artikel ohne versteckte Schäden oder Mängel handelt.
Vor allem bei hochpreisigen Vintageartikeln lohnt es sich, die Preise zu vergleichen und verschiedene Angebote zu suchen. Nicht zuletzt sollte auch der Erhaltungszustand immer bei Preisvergleichen mit einbezogen werden.
Kurzum: Mit echten Vintageprodukten unterstreichst Du Deine Individualität, rettest wertvolles Kulturgut und schonst sogar die natürlichen Ressourcen.

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